26.05.11

-07- Nichts

Ein Schrei. So durchdringend, so grausam, nicht mehr als ein blutiges Gurgeln. Der Boden schwankte unter meinen Füßen, die nicht mir selbst zu gehören schienen. Wo ich war, erschien mir unwichtig. Aus festem Holz zu meinen Füßen wurde dunkle Erde. Dreckige Hände wühlten sich durch das feuchte Schwarz, weiße Nägel mit dunklen Rändern förderten Knochen zutage, an denen noch Blut klebte. Das Bild schwankte erneut, Wasser türmte sich vor mir auf, wurde von grellen Flammen verschluckt. Leere, dunkle Augen blickten durch mich hindurch, Blut schwamm auf den Lippen des Mannes, der sich nicht rührte. Wieder dieser Schrei, wieder zuckte mein Körper, grelles Weiß, grelles Weiß und eine Stimme, die sich durch das laute Kreischen der Kinder erhob.
»Du hast nichts, was ich gebrauchen kann … Nichts.« Ein Echo verzerrte die Worte, ein Flüstern, ein Windhauch, vertrocknete Blätter an murmelnden Zweigen.
»Es ist nur ein kleines Spiel …«

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