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-352- Wortstatistik {Über mein Schreiben}

Kein echtes Cover, nur eine Spielerei
Nach langer Überlegung habe ich beschlossen, auf meinem Blog eine neue Kategorie einzuführen, die es mir erlaubt, ab und zu ein wenig über mein Schreiben und wie es damit derzeit so läuft, bzw. auch mal etwas Alltägliches hier schreiben zu können. Ich weiß, bisher habe ich mich auf literarische Ergüsse beschränkt und ich denke, ich werde auch weiterhin diesen Bereich sehr pflegen, aber meine Motivation reicht derzeit nicht weit genug, um für meine Schreibberichte einen neuen Blog zu eröffnen. Wozu auch, ich habe ja diesen hier und es tut keinem weh, wenn ich mal etwas Genaueres schreibe als sonst.

»Seid klar und leer«, hat Timothy stets gesagt und die Sorgen mit den Lippen von unseren Lidern geklaubt. Doch nicht einmal ihn können wir mehr halten. Es zieht ihn von Nord nach Süd, während wir am Flüsterfleisch unserer Seele klammern.

Im November 2010 habe ich angefangen, an einem neuen Romanprojekt zu planen, dem ich mich schreibtechnisch aber erst im Frühjahr 2011 widmete. Bis dahin spukte die Idee lediglich vor sich hin und ich habe zwischendurch immer gern an der Storyline gefeilt, ohne mich jedoch dazu in der Lage zu fühlen, das Projekt wirklich in Angriff zu nehmen, weil ... das Genre ein neues Gebiet war, über das ich bis dato nie zu schreiben nachgedacht habe. Seit 2011 schreibe ich also an diesem Romanprojekt, das vielleicht einigen von euch als Old Souls bekannt sein dürfte. (Ich habe auch einige Ausschnitte ab und zu hier gepostet, für diejenigen unter euch, die sich eventuell dafür interessieren.)

Zwischen uns keine Spanne, kein Millimeter, nur Fingerkuppen und zerlaufende Nägel, wirre Ängste, die uns formlos werden lassen.

Ich habe schon immer sehr langsam geschrieben, deshalb ist es kein Wunder, dass ich noch nicht mit dem Roman fertig bin. Nichtsdestotrotz befinde ich mich mittlerweile im letzten Drittel des Buches und der Showdown ist gar nicht mehr so fern. Das liegt wohl hauptsächlich daran, dass ich seit einer Woche eine neue Schreibroutine eingeführt habe, die mich neu motiviert hat. Laut dieser Routine gibt es feste Morgen- und Abendzeiten, die ich zum Schreiben nutze, je nach Zeitmöglichkeit. Außerdem arbeite ich mittlerweile mithilfe von 15-Minuten Schreibsessions, da das intensive, aktive Arbeiten wesentlich produktiver ist, als mal hier einen Satz und dort einen Satz zu schreiben. Dabei hilft es meiner Konzentration enorm, dass ich mich auf einer Art Zielgeraden befinde.


Vor ein paar Tagen beschloss ich schließlich auch, dass der englische Titel zwar passt, aber nicht aussagekräftig genug ist, weshalb ich ihn kurzerhand in Die Keimbrut umänderte und im gleichen Atemzug auch noch die Protagonistin von Juli in Avery umbenannt habe. Ich fühle mich mit den Änderungen mehr als wohl, alles in allem läuft es auch schreibtechnisch besser denn je. In den letzten sieben Tagen habe ich fast 25.000 Wörter geschrieben (wie ihr auf dem folgenden Bild gut erkennen könnt) und bin inhaltlich rasant voran gekommen. Ich spiele derzeit wieder vermehrt mit dem Gedanken, es zu veröffentlichen, auch wenn ich noch gar nicht weiß, ob ich wirklich dazu bereit bin. Erstmal bleibt jedoch das Beenden des Romanes mein hauptsächliches Ziel. Danach folgt die Überarbeitung und übliche Erarbeitung des Exposés, ehe ich das Buch eventuell ein paar Agenturen anbiete. Da ich, wie wahrscheinlich viele andere auch, bisher keine guten Erfahrungen mit Veröffentlichungen gemacht habe, weiß ich auch noch nicht, ob das der richtige Weg ist. Vielleicht kümmere ich mich auch um alles selbst und biete das Buch schließlich als BOD-Exemplar und als E-Book an. Wer weiß? Ich fühle mich noch weit entfernt davon, mir solche Gedanken zu machen, obwohl es nicht mehr lang dauern dürfte, bis ich das Ende tatsächlich geschrieben habe.

Ich sammle dich ein, auf dass deine Wünsche in Schatullen überleben. Sterbende Klippen unter unseren Füßen, wenn wir springen und zu Geiern werden. Weil wir ein Stück sind, ein Kreis-im-Kreis, und weil du bei mir bleiben wirst. Ich weiß es.

 *Zitate aus Die Keimbrut (c) Julia Mayer

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Julia Mayer
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6 SEKTSCHALE(N) MIT HIMBEEREN:

  1. Ich find es toll, dass du ein bisschen darüber schreibst :) gute Idee.
    Kannst du dich denn komplett dem Buch widmen oder hast du noch was anderes zu tun, wie Arbeit oder so?

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    1. Dankeschön, ich freu mich, dass es bei dir gut ankommt :-)
      Ich habe auch Arbeit, aber ich kann sowohl davor als auch danach noch recht aktiv schreiben ^_^

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  2. toll...
    Ich würde auch gerne mehr schreiben, aber irgendwie geht es in meinem Kopf nicht. Ich kann nur Auszüge schreiben, so als wäre der Rest auf einmal verschwunden...

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    1. Hey Belora. Hmmm ... das klingt aber nicht gut. Vielleicht brauchst du eine kleine Pause, um neue Inspiration zu sammeln?

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  3. Finde ich eine gute Idee, dass du auch über die "Arbeit hinter den Kulissen" postest. ;) Passt doch super zu deinem Blog. Und bewundernswert, wie du so diszipliniert schreibst, ich würde das wohl nie hinbekommen. :)

    (Übrigens: Man sagt "literarische Ergüsse", Ausgüsse gibt's nur in Waschbecken... :P)

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    1. Danke :) Ja, ich bin derzeit wirklich außerordentlich diszipliniert, mich überrascht es auch sehr!

      (Huch, Ergüsse, genau, ich hab's gleich mal verbessert. Danke ;))

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