31.07.12

-362- Wortstatistik {3} Zusatzthema: Planung

Nach einer kurzen Postpause, komme ich auch endlich wieder dazu, eine Wortstatistik anzubringen. Meine neue Routine besteht nun seit fast einem ganzen Monat und ich bin schon wieder durch Höhen und Tiefen gewandert, wie man auf dem Bild sicherlich sehen kann. Nach der ersten Woche ging es stetig abwärts und in Woche drei habe ich viel Zeit bei meiner Freundin verbracht, weshalb ich wirklich gar nicht zum Schreiben kam. Es ärgert mich auch ein wenig, aber im August (ab morgen also) starte ich im Camp NaNoWriMo und hoffe, während dieser Zeit mein aktuellstes Projekt beenden zu können.
Durch ein paar andere Künstler und Autoren (Marie und Andra) bin ich auf Livestream aufmerksam geworden und habe mich ebenfalls am Live-Schreiben versucht, was sehr viel Spaß gemacht hat und ich sicherlich auch wieder machen werde. Wenn ihr wollt, könnt ihr ja auch mal hier mit einschalten! Ich freue mich immer über Besucher und welche, die sich während einer Session auch mit mir unterhalten mögen. Es motiviert sehr und hilft mir immer sehr dabei, voran zu kommen. Meist schreibe ich abends live, wenn ich am nächsten Tag nicht unbedingt arbeiten muss oder zumindest keine Frühschicht habe.

Ich beschäftige mich seit einiger Zeit auch wieder intensiv mit der Planung und nach der Beendigung des ersten Teiles meines jetzigen Werkes, wird es sicherlich auch wieder etwas dauern, bis ich den zweiten Teil detailliert ausgeplant habe. Deshalb möchte ich mal ein wenig erläutern, wie ich meine Planung mache und was mir dabei hilft, einen roten Faden zu entwickeln.
Manche Autoren schreiben auch ins Blaue, früher habe ich das auch gemacht, mittlerweile jedoch bin ich zu unsicher und suche nach einer Stabilität, die eine mögliche Umsetzung des Plots vorgibt, sodass ich mich voll und ganz auf den kreativen Prozess einlassen kann, ohne mir Sorgen über Wendungen und Konflikte machen zu müssen.
Wie alles beim Schreiben, fängt das Ganze mit einer Idee an, mit der Prämisse, der Kernaussage. Manchmal besteht das Ganze aus einem Gefühl, das sich aber auf ein ganzes Schlagwort herunterdenken lässt. Bei meinem jetzigen Werk geht es um SINN, genauer gesagt, den Sinn des Lebens. Das ist weit gefächert, aber darum evolviert sich alles, die Charaktere drehen sich um dieses Wort, ihr Handeln arbeitet auf eine Antwort drauf hin, es ist das, was mir an diesem Projekt am Wichtigsten ist. Am Anfang hatte ich lediglich einige Szenen im Kopf, ich hatte etwas, was ich aufschreiben wollte, von dem ich aber selbst noch nicht wusste, was daraus wohl werden würde. Eine recht lange Zeit lang reift die Idee im Kopf und wächst langsam heran, mal mehr, mal weniger. Wenn es gut läuft, wird ziemlich schnell der Drang, es aufzuschreiben, folgen und ich werde dem Nachgeben und das, was mir einfällt, niederschreiben. Manchmal sind das Szenen, viele, viele Zitate und ab und zu auch einfach nur Plotideen. Wenn mir die Idee schließlich gefällt und ich es wirklich angehen will, greife ich meist zu einer abgewandelten Form der Schneeflocken-Methode.
Diese Methode ist eine sehr, sehr detaillierte Form der Romanplanung, die ich für mich persönlich nach einigen Versuchen optimiert habe. Ich beginne mit Stichpunkten, Notizen und sammle mir das alles zusammen. Kurz bevor ich jedoch richtig loslege, schreibe ich erst einmal eine Inhaltsangabe, die kurz und knapp die grobe Handlung umreißt, eben etwas, was auf dem Rückcover eines Buches steht.
Danach wende ich mich dem wahren Plot zu und schreibe in Stichpunkten chronologisch auf, was in der Geschichte passieren soll. Dabei lege ich einen besonderen Wert auf Konflikte und viele Biegungen, um nicht direkt ans Ziel zu kommen. Das wird nach und nach mehr - es wächst, je tiefer man in die Geschichte eindringt und hinter das, was die Charaktere erreichen wollen, steigt. Nachdem ich für jede Szene mindestens einen Stichpunkt habe (wobei sich während des Schreibens noch viel verändern kann und Szenen gestrichen oder hinzugefügt werden können), wende ich mich der Detailplanung zu.
Die ist um einiges anstrengender, denn jeder Stichpunkt wird jetzt zu mehreren Sätzen ausformuliert, bis ich am Ende ein 10 bis 20-seitiges Planungsdokument habe, an dem ich mich während des Schreibens orientiere. Ich plane so genau wie möglich, lasse mir aber die Freiheit, während des Schreibens die Dinge auch ändern und mit der Stimmung gehen zu können.
Zusätzlich zur Detailplanung fertige ich auch vor dem Schreiben noch Charakterbögen und Charakterstudien an, beschäftige mich intensiv mit Recherchearbeit und den Hintergründen und stecke sozusagen bis zum Hals im Projekt drin. Manche mögen diese viele Planung nicht, weil sie schon zeitraubend ist und einen auch etwas einengen kann, aber mir hilft sie sehr dabei, nicht den Überblick und nicht die Motivation zu verlieren.

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